Hier folgen Beschreibungen über grosse und kleine Reisen und Ausflüge. Durch einen Klick auf die Bilder erfolgt die Vergrößerung.
Meine Segelreisen findet ihr unter http://milesmore-pitter.blogspot.de/
Ich war heute mal wieder unterwegs. Nein nicht mit dem Schiff. Auch nicht mit dem Fahrrad.
Ich bin mit dem Auto nach Witzhelden gefahren. Dort ist heute was los!
Ein Wahrzeichen der Witzheldener verschwindet heute von der Skyline. Der rot-weiße Funkturm wird heute gesprengt - sozusagen vernichtet. Gefunkt wird darüber schon lange nicht mehr. Und was man nicht mehr braucht, muß weg! So ist es heute!
Über 50 Jahre hat er an seinem Platz gestanden, der "lange Äu", so wurde er nach dem damaligen Bürgermeister liebevoll von den Witzheldener Ureinwohner genannt.
ÜBER 50 JAHRE! Oje! Ich habe die 50 schon lange - sehr lange - überschritten. Wann muß ich denn weg?
Die Rheinische Post schreibt sogar von "emotionalen Momenten". Sogar Tränen sind gekullert als der 202,5 Meter hohe Turm in sich zusammensackte.
Als bekannt wurde, daß der Turm entsorgt werden sollte, gab es in der Bevölkerung einen Sturm der Entrüstung. In mehreren Anträgen wurde versucht, das weithin bekannte Wahrzeichen zu retten und unter Denkmalschutz zu stellen - leider erfolglos.
Wozu war der lange Äu gut? Was hat er für uns gebracht?
Er wurde als Antennenträger gebaut, im Durchmesser 1,80m dicker Stahlrohrturm, der mit Stahlseilen abgespannt wurde. 1960 wurde er erstellt, um 1961 das ZWEITE Fernsehprogramm darüber auszustrahlen. 1963 kam auch das "3. Programm", der WDR auch über diesen Turm in unser Wohnzimmer. RTL Fernsehen gesellte sich 1989 dazu und 1993 dann noch VOX. Aber 2005 war es schon wieder damit vorbei, es wurden alle analogen Fernsehsender über diesen Turm ab geschaltet. Fortan gab es digitale Sender, die über den Rheinturm in Düsseldorf ausgestrahlt wurden. 2007 bekam der Fernsehturm dann nochmal neue Farbe und heute wurde er in die Knie gezwungen.
Nun soll noch ein 40m Stahlgitterstummel an gleicher Stelle errichtet werden, der dann für eine bessere Mobilfunkversorgung dienen soll.
Wie nun der Alte zusammengefaltet wurde, das seht ihr hier:
Das war unser Wunsch und unser Ziel für diese Reise.
Bereits im September 2015, fast anderthalb Jahre im voraus, buchten wir diese Reise. Eine Kreuzfahrt mit MS ALBATROS ab Sydney/Australien bis Singapur/Malaysia - ziemlich genau auf der anderen Seite unserer Erdkugel. Das Schiff war uns bereits bekannt von unserer letzten Kreuzfahrt vor 4 Jahren in den Indischen Ozean. Ausserdem verfolgen wir die TV-Dokumentation "Verrückt nach Meer" in der die ALBATROS immer eine Hauptrolle gespielt hat und auch weiterhin spielen wird. Auch die Kabine ist wieder die gleiche wie vor vier Jahren im Indischen Ozean.
Warum die ALBATROS? Sie gehört noch zu den kleinen Kreuzfahrt-Schiffen mit max. 820 Gästen an Bord. Aber sie ist auch eine alte Lady und wurde bereits 1974 in Dienst gestellt. Zwar immer wieder renoviert und restauriert merkt man ihr das hohe Alter doch an. Sie macht aber trotz - oder gerade wegen ihres hohen Alters - immer noch eine tolle Figur und ist mit den heute auf Kiel gelegten Kreuzfahrtriesen mit weit über 2000 Passagieren nicht vergleichbar. Die klassischen Linien aus den 70er Jahren sind unübersehbar.
Passend zum Alter des Schiffes trifft sich hier auch das entsprechende Publikum. Für Familie mit Kindern oder jüngere Leute halten wir dieses Schiff nicht geeignet, da das Unterhaltungsprogramm nicht darauf zugeschnitten ist.
Nun zur Reise: Um die langen Flüge von Frankurt/M bis Sydney, bzw. von Singapur zurück bis Frankfurt/M zu vermeiden buchten wir einen Zwischenstop mit Vor- bzw. Nachprogramm. Dadurch wurden die möglichen Direktflüge von ca. 20 Stunden durch einen 2-tägigen Aufenthalt auf dem Hinflug in Hongkong und auf dem Rückflug in Dubai unterbrochen. So starteten wir am frühen Nachmittag in Frankfurt/M und landeten nach fast 11 Stunden Flug am nächsten Tag frühmorgens (Zeitverschiebung) in Hongkong. Bei Ankunft wartete schon ein üppiges Frühstücksbuffett auf uns, was uns auch sofort mit den asiatischen Essgewohnheiten konfrontierte. Am Nachmittag bekamen wir von unserer Reiseleiterin Mae die ersten Eindrücke dieser Millionenmetropole gezeigt. Zu Fuß und mit der Straßenbahn erkundeten wir unter ihrer Führung die Stadtmitte. Am Abend hatten wir dann Gelegenheit, alleine den Flair der Stadt mit ihren 7 Millionen Einwohnern auf uns wirken zu lassen.
Nach dem wiederum üppigen asiatischen Frühstücksbuffett wurden wir zur zweiten Stadtbesichtigung abgeholt. Mit dem Bus ging es zunächst zu dem Aussichtspunkt Victoria Peak, von dem aus wir einen tollen Überblick über die Stadt, die tief unter uns im Dunst lag, hatten. Von hier aus fuhren wir dann rüber nach Hongkong Island zum Besuch von Aberdeen Beach und einer Schmuckfabrik. Die hier gezeigten Artikel trafen nun garnicht unseren Geschmack.Somit war mit unserer Gruppe an diesem Morgen kein Umsatz zu machen. Der Rest des Nachmittags stand nieder zur freien Verfügung, den wir erstmal für eine Siesta nutzten. Am heutigen Abend soll Hongkong zum Abschluss der vierzehntägigen Neujahrsfeier mit einem Laternenfest erstrahlen. Dazu soll an der Skyline von Hongkong Island eine spektakuläre Lasershow stattfinden. Wir machen uns zu Fuß auf den Weg entlang der Hafenpromenade nach Kowloon. Die Stadt war schrill und bunt beleuchtet und um 20.00 h startete dann die Lasershow. Nun ja, wie eine Lasershow organisiert wird sollten die Veranstalter wohl besser mal bei den Kölner Lichtern abschauen.
Um 5.45 h am nächsten Morgen wurden wir abgeholt zum Flughafen für unsere zweite Flugetappe bis Sydney. Nach 9 Stunden Flugzeit landeten wir um 20.30 h in Sydney und wurden vom Phoenix Team, dem Veranstalter der Reise, zum Schiff gebracht. Nun sollte unser Urlaub beginnen.
Den Aufenthalt in Sydney nutzten wir am nächsten Tag zu einem Ausflug in einen Wildlife Park und zu den Blue Mountains, ca. 100 km westlich von Sydney.
Nach der obligatorischen Rettungsübung hieß es um 21.30 h für MS ALBATROS "Leinen los!". Die Ausfahrt aus Sydney bei Nacht mit der beleuchteten Skyline, der Harbour Bridge und dem Wahrzeichen, der Oper war schon ein bewegendes Erlebnis, was wir sicher nie vergessen werden.
Ich möchte hier nicht alle Erlebnisse der Reise im einzelnen beschreiben. Die anhängenden Filme geben hoffentlich ein paar Eindrücke dieser unvergesslichen Reise wieder.
Insgesamt verbrachten wir 22 Tage auf MS ALBATROS von denen 9 reine Seetage waren.
Unsere weiteren Landstationen in Australien waren:
- Brisbane
- Whitsunday Islands
- Townsville
- Cairns
- Darwin
Im indonesischen Inselreich besuchten wir:
- Sumba
- Komodo
- Bali
- Java
- Karimunjawa Inseln
In allen angelaufenen Häfen hatten wir an Ausflügen teilgenommen, von denen in Australien sicherlich die Flora und Fauna am beeindruckensten waren. Aus Indonesien bleiben uns vor allem die Freundlichkeit der Menschen, aber auch zum Teil ihr einfaches Leben und ihre Armut im Gedächtnis. Nach solchen Landaufenthalten wurde uns immer wieder bewußt, in welchem Schlaraffenland wir hier in Europa leben. Auf dem Schiff zurück wird man dann doch immer wieder mit Zeitgenossen konfrontiert, die trotz unserem Wohlstand immer noch nicht zufrieden sind und Gründe finden, sich zu beschweren und von allem noch nicht genug haben. Schade!
Aber auch das Klima - je näher wir dem Äquator kamen, umso wärmer und feuchter wurde die Luft - wurde für uns Mitteleuropäer manches Mal zur Herausforderung.
Regen hatten wir während der gesamten Reise nur sehr selten und das auch nur tropfenweise. Nur der letzte Tag in Singapur war dadurch etwas beenträchtigt.
Insgesamt hatten wir auf MS ALBATROS
5056 sm (9364 km) zurückgelegt. Laut Informationen der Schiffsleitung wurden folgende Lebensmittelmengen verbraucht:
- Kartoffeln 2583 kg (nicht von mir)
- Melonen 13123 kg
- Eier 21876 Stck.
- Milch, Sahne 5123 kg
- Eiscreme 441 l
- Fleisch 7240 kg
- Fisch 2116 kg
- Spaghetti 7,84 sm
- Bier 2645 l
- Wein 5534 l
- Brötchen 50106 Stck.
- angerichtete Teller 87780 Stck.
Aufgrund der langen Flugzeit hatten wir die Rückreise in Dubai unterbrochen. Für mich war es bereits der dritte Besuch in dieser faszinierenden Stadt. Im Hopp-On - Hopp-Off Bus läßt sich diese Oase in der Wüste am besten besichtigen. Seit meinem letzten Besuch hat sich wieder viel verändert. Der Bauboom reißt nicht ab und kein Hochhaus ist wie das andere. Das absolute Highlight in Dubai sind die allabendlichen Vorführungen der Dubai-Fountains vor dem Burj Khalifa, ein aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel von Wasserfontänen, Licht und Musik. Die Sonne brannte auch hier vom Himmel, aber sie war hier wesentlich besser zu ertragen als in Indonesien. Es war in Dubai ein sehr trockene Hitze.
Nach zwei Tagen in Dubai ging es zurück nach Deutschland. Der Flug bis Frankfurt/M und der Anschluß mit dem ICE nach Köln klappten auf die Minute pünktlich. Nur der Anschluß von Köln nach Leverkusen, eine normalerweise 20-minütige Zugverbindung dauerte fast 60 Minuten.
Es war eine beeindruckende Reise, die wir sicher noch einige Wochen zu verarbeiten haben und deren Eindrücke unvergesslich bleiben.
Nachfolgend die Videos unserer Reise von Vol. 1 - Vol. 4.
Vol. 1 - Vorprogramm Hongkong
- Seereise von Sydney bis Whitsunday Islands
Vol. 2 - Seereise von Whitsunday Islands bis Darwin
Vol. 3- Seereise von Sumba bis Singapur
Vol. 4 - Singapur und Nachprogramm Dubai
Und übrigens: auch auf der anderen Seite des Erdballs braucht man kochendes Wasser um Kaffee zu kochen!
Eine Woche, bevor wir in Sydney auf's Schiff kamen hatte die MS ALBATROS in derSüdsee eine spektakuläre Rettungsaktion durchgeführt. Sie hatte 6 tonganische Fischer aus Seenot gerettet. Das Video dazu findet ihr hier:
Heute Morgen hatte ich festgestellt, dass die Tulpen in der Vase kein Wasser mehr hatten. Das habe ich zum Anlaß genommen, eine Funktion meiner ActionCam auszuprobieren, den Zeitraffer.
Nachdem das Wasser in der Vase wieder aufgefüllt war, positionierte ich die Kamera vor der Tulpenvase.
Im Menue der Kamera wählte ich "PHOTOLAPSE" mit dem Intervall von 20 Sekunden. Nun nahm die Kamera automatisch alle 20 Sek. ein Foto der Tulpen - das ganze ca. 2 Stunden lang. Solange hielt die Batterie der Kamera. Während dieser Zeit erholten sich die Blumen und reckten langsam ihre Köpfe wieder gen Himmel. In diesen knapp 2 Stunden wurden ca. 330 Bilder geschossen.
Diese importierte ich in das Programm MAGIX VIDEO DELUXE um einen Film zu erstellen.
Jedes einzelne Bild erhielt eine Länge von 0,2 Sekunden. So ergab sich ein Videoclip mit einer Länge von 27 Sekunden.
Im Zeitraffer sieht die Wiederbelebung der Tulpen so aus:
Gestern bekam ich einen Auftrag von allerhöchster Instanz. Ich wurde von Eva gefragt, ob ich den Nikolaus für die Kinder spielen würde. Es war schon ein wenig kurzfristig aber ich sagte dann doch schnell zu. Zu bescheren hatte ich Elena (6) und Valentino (4), die Kinder von Eva
und Pietro sowie Emma (5) und Franziska (1,5) von Heidi und Mike. Eva war der Meinung, daß ihre Kinder auch dieses Jahr wieder ein nachhaltiges Erlebnis haben sollten und ihre Erziehung ein wenig unterstützen sollte.
Die halbe Nacht hatte ich nicht geschlafen. Immer wieder gingen meine Gedanken um den Nikolaus und dessen Auftritt. Das Kostüm mit Hose, Stulpen, Jacke, Bart, Mütze, alles wurde komplett gestellt, nur die Innereien fehlten. Sogar das goldene Buch mit den Eintragungen der Schandtaten der Kinder war vorhanden. Im Vorwege bekam ich auch die Liste der Schandtaten, die ich mir ausdruckte und nochmal ins Buch legte. Aber wie sollte ich nun dort auftreten? Meine ersten Gedanken kreisten um die Rolle des strafenden, des bösen Nikolaus. Aber Nikolaus ist doch nicht böse! Er kommt doch auch, um die Kinder zu bescheren! Dann kann ich doch vorher nicht den "Scharfrichter" spielen. Diese Rolle ist doch für Knecht Ruprecht und Hans Muff gedacht - und die habe ich nicht dabei. Also habe ich mich entschlossen den ermahnenden, aber guten Nikolaus zu präsentieren.
Und so präsentierte sich das Abenteuer LIVE und IN FARBE:
Anfang Dezember machte ich einen Besuch in der Weihnachtsbäckerei in Schlebusch und habe meiner Lieblingsbäckerin über die Schulter geschaut. Fast 30 Rezepte der verschiedenen Weihnachtsplätzchen hat sie in einer Woche Urlaub abge- und verarbeitet und diese für die Nachwelt erhalten. Mal sehen, ob diese Süßigkeiten es noch schaffen, auf den Weihnachtsteller zu kommen. Insgesamt 14 Weihnachts-Blechdosen wurden gefüllt und damit die Treppe nach unten in den Keller noch wertvoller gemacht.
Ein paar Minuten habe ich der Bäckerin zugeschaut und im Bild festgehalten. Was dabei herausgekommen ist seht ihr hier:
Seit unserem 6-wöchigen REHA-Aufenthalt im Januar 2009 treffen wir uns jedes Jahr wieder und erinnern uns u. a. an die schöne Zeit in Bad Bergzabern. Wir - das sind Barbara, Martina, Moni, Hermann und ich.
Jedes Jahr wird das Wiedersehen von einem von uns organisert. Da wir alle aus verschiedenen Teilen Deutschlands kommen sehen wir so immer wieder etwas Neues. Dieses Jahr organisierte Martina das Wiedersehen vom 4. - 6. November in Eslohe im Sauerland.
Freitag, 4.11.2016
Ohne genaue Absprache reisen wir alle innerhalb einer halben Stunde am Freitag Nachmittag im Hotel Stötzel in Eslohe an. Die Wiedersehensfreude ist wie immer groß und die Begrüßung dementsprechend herzlich. Bereits von aussen macht das Hotel einen sehr einladenden und sauberen Eindruck. Wie überall im Sauerland üblich dominiert hier das Fachwerk. Im angeschlossenen Restaurant "Domschänke" nehmen wir zunächst einen kleinen Imbiss und/oder ein frisches Bier der dazugehörenden Brauerei. Nach der kleinen Stärkung bekommen wir nebenan im Hotel unsere Zimmerschlüssel von der Senior-Chefin. Bevor wir aber unsere Zimmer beziehen dürfen gibt es zur Begrüßung den "Esloher Schwalbenschiss". Das ist ein Bierschnaps auf dem eine kleine Scheibe Salami mit einem Kleks Senf (der Schwalbenschiss) liegt. Die Scheibe Salami dreht man nun mit dem Senf zusammen, taucht sie in den Schnaps ein und isst es. Den Schnaps kippt man dann hinterher. Diese Zeremonie stimmt uns schon richtig ein auf einen gemütlichen Aufenthalt im Sauerland und gibt auch noch eine wohlige Wärme im Bauch bei dem nasskalten Wetter.
Die Zimmer präsentieren sich sehr sauber und geräumig und auch das Bad sieht wie frisch renoviert aus - einfach alles top. Nachdem die Taschen ausgepackt sind machen wir einen kleinen Spaziergang in den Ort. Auch hier zeigen sich überall saubere, frisch gestrichene Fachwerkfassaden an den Häusern. Unterwegs läßt sich Barbara von einem etwas steifen und kalten Esloher Herrn in den Arm nehmen. Das hatten wir doch schon Mal: damals in Lüneburg wurde sie auch von so einem "Ureinwohner" angesprochen und sie setze sich auch prompt neben ihn auf die Bank.
Wir kommen nicht weit, da lockt schon das erste Café. Der Körper braucht was Süßes! Im Aushang steht "frischer Appelgebak met Slagroom". Ich merke, hier ist man auf unsere westlichen Nachbarn eingestellt; man munkelt sogar, dass das Sauerland schon eine holländische Provinz sei. Die gelben Nummernschilder auf den Straßen sind auch nicht selten.
Im Hotel zurück haben wir noch etwas Zeit bis zum Abendessen. Hermann schließt seine Kamera an den Fernseher an und zeigt uns eindrucksvolle Tier- und Landschaftsbilder von seiner Reise nach Südafrika Anfang des Jahres. Das schöne Wetter auf den Bilder läßt uns warm und wohlig werden im nasskalten Sauerland.
Zum Abendessen haben wir es nicht weit. Einmal über den Hof fallen und schon sind wir in der Gaststätte DOMSCHÄNKE. Auch hier merkt man den familiengeführten Betrieb. Das Essen ist ausgezeichnet, der Service superfreundlich und fix - was will der Mensch mehr!......... B I E R !
Ja das Bier, natürlich das eigene selbst gebraute Bier. Es gibt zwei Sorten - ein helles und ein etwas dunkleres. Ich entscheide mich für die etwas dunklere Sorte - sehr gute Wahl! Ich habe schon lange nicht mehr so ein (oder zwei.... oder drei.....) leckeres süffiges Bier getrunken und am anderen Morgen merke ich, daß es auch noch wohl bekommt - keinerlei Nebenwirkungen! S U P E R !
Die Nacht verläuft ohne besonderen Vorkommnisse - ich schlafe wie ein Toter.
Samstag, 5.11.2016
Heute Morgen berichten Hermann und Martina, daß sie schon früh von den Glocken der nahen Kirche geweckt wurden. Da habe ich ja mal wieder Glück gehabt, ich habe das Zimmer auf der anderen Seite des Gebäudes.
Der Tag beginnt mit einem ausgedehnten Frühstück. Auch hier läßt das Bufett keine Wünsche offen. Die Seniorchefin ist auch auf den Beinen und schaut, ob es uns auch an nichts fehlt. Nein, es fehlt an nichts. Ganz langsam nehmen wir Anlauf für die "Abenteuer" des Tages.
Martina entführt uns heute auf den KAHLEN ASTEN. Er ist der zweithöchste Berg in Nordrhein-Westfalen und wird vor allem im Winter auch von den Holländern gerne als das nächste Ausflugsziel und Skigebiet genutzt. Eine gute halbe Stunde fährt uns Martina durch das Rothaargebirge. Schade, dass das Wetter sehr trübe ist. Das Laub der Wälder steht in seinen schönsten Farben und läßt uns erahnen welch schöne Motive es bieten könnte, wenn auch noch die Sonne dort reinscheinen würde. Am Gipfel angekommen empfängt uns richtig dicker Nebel. Wir können gerade mal 50 m weit sehen. Schade! Es riecht nach Schnee! Martina erzählt uns wie schön der Blick von hier oben auf die nahen Berge und Täler sein könnte. Aber was nicht ist, das ist nicht! Es tut unserer Stimmung keinen Abbruch. Wir laufen 300 m zur nahe gelegenen Lennequelle. Dank der Wegweiser ist sie auch im dichten Nebel zu finden. Es fällt mir schwer zu glauben, daß es die Quelle ist. Es sprudelt aus einem ca. 15 cm dicken Kunststoffrohr! Na ja, wir glauben es mal - ein großes Schild weist ja auch daraufhin! Im nahegelegenen Restaurant kehren wir ein und wärmen uns auf mit Kaffee, Tee und Glühwein (aus einer kleinen Flasche und mikrowellenerhitzt). Danach geht es weiter ins nur wenige Kilometer entfernte Winterberg. Hier reiht sich eine Modeboutique an die andere, abgelöst durch Restaurants, Schnellimbisse und Cafés. Es läßt uns erahnen wie hier der Bär steppt, wenn erstmal 20 cm Schnee liegen. Apropo Café! Der Körper schreit und wünscht etwas Süßes zugeführt zu bekommen! Ein Café ist nicht weit. Es ist gut besetzt und ich höre nur holländische Wortfetzen. Auch hier - alles in fester Hand unserer Nachbarn. Nachdem unsere Gelüste befriedigt sind fahren wir zurück ins Hotel. Je mehr wir die Höhen verlassen umso mehr lichtet sich auch der Nebel, die Welt wird wieder etwas bunter. Um 18.00 h haben wir einen Termin im Hotel: Besichtigung der hoteleigenen Brauerei ESSELBRÄU. Der Schwiegersohn unserer Seniorchefin ist der Braumeister und erklärt uns die Herstellung des Bieres und was es heißt, nach dem deutschen Reinheitsgebotes zu brauen. Die Idee, ein eigenes Bier zu brauen, hatte sein Schwiegervater vor vielen Jahren nach einer Sendung
HOBBYTHEK mit Jean Pütz. Erst ganz klein im Kochtopf angefangen wurde der Herstellungsprozess nach und nach bis zur heutigen Professionalität verfeinert. Ca. alle vier Wochen wird der Brauvorgang angestossen. Produziert und in Fässern und Siphonflaschen (das sind große 2 l und 3 l Flaschen mit einem Schnappbügelverschluss - PLOPP) abgefüllt wird nur für das eigene Hotel und private Abnehmer. Ein Vertrieb durch den Handel erfolgt nicht. Zum Abschluß der Erläuterungen darf natürlich auch eine Verkostung nicht fehlen. Wie gut es schmeckt konnte ich ja bereits gestern erfahren. Es war eine interessante Stunde, die uns einen Einblick in die Braukunst gewährt (wenn ich auch nicht alles behalten habe). Das Abendessen in der DOMSCHÄNKE gestern war so gut, da wir uns auch für heute wieder einen Platz haben reservieren lassen. Wir wurden wieder nicht enttäuscht - es war wieder superlecker! Ganz ungesund schleppen wir uns gut genährt und mit vollem Magen in die Betten.
Sonntag, 6.11.2016
So wie wir gestern Abend aufgehört haben, so beginnen wir wieder heute Morgen: nach einem opulenten Frühstück verabschieden wir uns von der Seniorchefin und bedanken uns für die ausgezeichnete Bewirtung. Wir werden das Hotel sicherlich weiterempfehlen und vielleicht auch nochmal für einen Wanderurlaub besuchen. Sie erzählt uns noch, daß das Holz der Fachwerkfassade am Gebäude der Domschänke aus den umgestürzten Bäumen des Kyrillorkans 2007 stammt. Barbara hat mit den weitesten Weg von uns - nach Mannheim - und möchte vor dem großen Sonntagsverkehr zu Hause ankommen. Auch von ihr verabschieden wir uns vorzeitig. Martina, Monika, Hermann und ich fahren noch zur Hennetalsperre in der Nähe von Meschede. Durch die lange Trockenheit ist die Talsperre fast leer und bietet einen seltsamen Anblick. Auch wenn der Wasserspiegel hier drastisch gesunken ist, verdursten wird hier sicher niemand, gibt es doch im Sauerland drei große Bierbrauereien und ...... das gute ESSELBRÄU!
Am frühen Nachmittag heißt es auch für uns dann wieder ABSCHIEDNEHMEN. Wir verteilen uns in alle Himmelsrichtungen: Martina in die Wälder des Sauerlandes, Hermann auf die Höhen des Hunsrücks und ich bringe Moni nach Hagen zum Zug der sie wieder an die Waterkant bringt und ich habe es dann auch nicht mehr weit an den Rhein.
Abschied tut immer weh aber wir trösten uns mit einem Wiedersehen in 2017 - dann in KÖLLE! Es war für die fünf "Ehemaligen"
wieder ein schönes Wochenende, hatten viel Spaß und gelacht und hatten eine 5***** Rundumversorgung. Martina
hatte ein sehr schönes Hotel gefunden und uns viel gezeigt vom
Sauerland, wenn auch die Sicht teilweise etwas eingetrübt war vom Nebel
(nicht vom Bier!) Vielen Dank für die gute Organisation. Hier geht's zum Film von unserem Wochenende